INTERVIEW MIT SAM MAQUET PRÄSIDENT DER JEUNESSES SOCIALISTES SCHËFFLENG

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Sam, seit Kurzem bist du Präsident der JS Schifflingen. Wie würdest du deine Sektion in 3 Worten beschreiben?

Off en, dynamisch und vor allem engagiert, so würde ich die JS-Schiffl ingen beschreiben. Und genau deshalb ist es mir eine Ehre, Präsident dieser Sektion sein zu dürfen. Wir stehen für eine konsequente Jugendpolitik und nehmen kein Blatt vor den Mund. Auch als Jugendlicher sollte und darf man keine Angst haben, seine Meinung mitzuteilen und mitzudiskutieren. Bei uns stehen die Jugendlichen, sprich Teenager und junge Erwachsene, im Mittelpunkt und wir stehen in einem ständigen, anregenden Austausch mit anderen JS-Sektion.

Das Hauptaugenmerk liegt dabei für die JS Schifflingen aber vor allem auf der Lokalpolitik.

In der Tat, und da läuft in unseren Augen einiges schief. Wir bedauern es zum Beispiel sehr, dass die CSV-déi Gréng-Majorität nur einen von zwei unabhängigen Mitgliederposten der Jugendkommission an einen Jugendlichen verteilte, obwohl sich wahrlich genügend junge Leute hierfür beworben hatten. Auch fi nden wir es sehr schade, dass dieses Jahr die einzige bisherige Aktivität der Jugendkommission in der Organisation eines Télévie-Dinners bestand. Dies ist ja ohne Zweifel eine großartige Aktion, doch ist dies wirklich die einzige Aufgabe einer lokalen Jugendkommission? Spricht dies die Jugendlichen in unserer Gemeinde wirklich an? Zudem dient nun die aufwändige Organisation des Télévie als Entschuldigung, die diesjährige Teilnahme an der „Nuit des sports“ abzusagen, mit der fadenscheinigen Begründung, dass dies aufgrund der Télévieveranstaltung eine zu große Belastung für die Vereine darstellen würde. Allerdings sprach doch gerade diese „Nuit des Sports“ uns Jugendliche an. Und wenn man dann auch noch bedenkt, dass dieses Jahr anlässlich der Europawahlen keine „Carnets d‘électeurs“ verteilt wurden, muss man sich doch fragen, welchen Stellenwert die Jugendlichen in unserer Gemeinde überhaupt haben. Unter der vorherigen LSAP-Majorität erhielt jeder Erstwähler einen solchen „Carnet d‘électeurs“, welcher stets sehr positiv von den jungen Wählern angenommen wurde, da hier wichtige, elementare Fragen, wie zum Beispiel „Was ist eine Demokratie?“ oder „Warum muss ich wählen?“ beantwortet wurden. Leider wurde dies anlässlich der Europawahlen aber nicht praktiziert, was wir als JS sehr schade fi nden. Insgesamt muss man also sagen, dass die lokale Majorität nur wenig auf eine zukunftsorientierte Jugendpolitik setzt und eher eine Alte-Herren-Politik repräsentiert.

Heißt das, dass die Jugendlichen heutzutage keinen Bock auf Politik haben?

Das denke ich nicht, im Gegenteil. Wir Jugendliche sind uns durchaus bewusst, dass wir eine große Verantwortung haben, was man ja am Beispiel der weltweiten Klimastreiks sieht. Und ich denke, dass viele junge Leute sich auch gerne an der lokalen Politik beteiligen würden, wenn sie die Gelegenheit dazu hätten. Deshalb gilt mein Appell an alle Jugendlichen: Werde aktiv, es ist deine Zukunft, gestalte sie mit.

Welche Punkte liegen dir persönlich am Herzen?

Ich bin in Schiffl ingen aufgewachsen, und deshalb liegt mir persönlich die Entwicklung unserer Gemeinde am Herzen. Ich hoff e, dass unsere Politiker die Jugendlichen in Zukunft bei wichtigen Entscheidungen stärker miteinbeziehen, so dass sich die Gemeinde vor allem nachhaltig entwickeln wird. Des Weiteren erhoff e ich mir die Gestaltung bezahlbaren Wohnraums, dies vor allem für junge Studenten. Hier in Schiffl ingen setze ich mich aber vor allem für den Bau einer weiteren Schule ein, da es in meinen Augen eine Untat ist, dass eine 11.000-Einwohner-Gemeinde nur über 3 Schulen verfügt.

Wenn du zwischen 14 und 35 Jahre alt bist und Lust hast, dich politisch zu engagieren, dann melde dich unter js.scheffleng@gmail.com.

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