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Die Bahnschranke “beim Rio”: Chronologie einer unendlichen Geschichte

 

Am 11.11.2016 unterzeichnete die Gemeinde Schifflingen zusammen mit dem zuständigen Minister, der CFL und der Straßenbauverwaltung eine Konvention, die die Neugestaltung des Ortskerns und den Bau einer Unterführung im Zentrum
von Schifflingen vorsah. Diese Konvention, die daraufhin einstimmig im Gemeinderat mit den Stimmen der CSV und déi Gréng angenommen wurde, setzte eine unverhandelbare Bedingung der CFL voraus, nämlich die definitive
Schließung der 3 Bahnübergänge in Schifflingen.

Während des Wahlkampfs jedoch gauckelten sowohl die CSV als auch déi Gréng den Bewohnern Schifflingens vor, dass diese Konvention doch noch zu kippen wäre, wenn beide Parteien das Vertrauen der Bürger geschenkt bekommen würden.

Im Jahre 2018 dann, kurz nach der Öffnung der Unterführung und der „provisorischen“ Schließung der Bahnübergänge, veranlasste die Majorität zusammen mit der Straßenbauverwaltung eine Verkehrsstudie, die den derzeitigen Verkehrsfluss in Schifflingen mit der vorherigen Situation vergleichen sollte. Leider wurde aufgrund einer Baustelle in Esch/Lallingen das Resultat verfälscht, so dass diese Zählung in den kommenden Wochen wiederholt werden wird. Eine definitive
Entscheidung hinsichtlich einer endgültigen Schließung des Bahnübergangs „beim Rio“ sollte erst nach der Auswertung der neuen, bislang aber immer noch nicht durchgeführten Zählung erfolgen, so stets die offizielle Stellungnahme
der Majorität auf Nachfragen hin. Auch in einem Zeitungsinterview vom 8. September 2018 erklärt Paul Weimerskirch, dass man „dank dieser Zahlen (…) Argumente in der Hand haben“ werde, um die Schließung neu zu verhandeln.

In diversen Zeitungsartikeln zeigte sich Bürgermeister Paul Weimerskirch kurz darauf wiederholt erfreut darüber, dass alle 3 Bahnübergänge endlich geschlossen seien. So kann man in einem Interview vom 31. Dezember 2018 im Tageblatt
überraschenderweise lesen, dass die „drei Bahnübergänge (…) endlich der Vergangenheit“ angehören. Als die LSAP ihn in der Gemeinderatssitzung vom 8. Februar 2019 auf diese doch undurchsichtige Formulierung ansprach, behauptete er, lediglich die aktuelle Situation beschrieben zu haben. Des Weiteren sagte er, er stehe „zu deem, wat ech dobausse soen a wann ech e Feeler maachen an en erkennen, wäert ech en och als Feeler deklaréieren.“ Seine Fraktionskollegen
sprangen ihm daraufhin hilfsbereit zur Seite und forderten, das Resultat der Verkehrsstudie doch abzuwarten, bevor eine definitive Entscheidung getroffen werden könnte.

Doch die aktuelle Situation sieht komplett anders aus. Obwohl immer noch keine Auswertung der Verkehrszählung vorliegt, arbeitet die CFL bereits mit Hochdruck an einer Lärmschutzmauer und hat längst schon die Fundamente für diese Mauer über den anscheinend doch nur provisorisch geschlossenen Bahnübergang gesetzt.

Von nun an gibt es keinen Zweifel mehr (und wenn man ehrlich ist, muss man sagen, dass es nie einen Zweifel gab): Die Schließung des Bahnübergangs „beim Rio“ ist definitiv. Leider haben weder die CSV noch déi Gréng den Mut, die Wahrheit in diesem Dossier zu sagen und endlich zuzugeben, dass die Behauptungen während des Wahlkampfs schlichtweg populistisch und erlogen waren. Zudem stand von vornherein unwiderruflich fest, dass das Resultat der Verkehrsstudie zu keinem Zeitpunkt zu Neuverhandlungen führen würde. Dies war in der Tat lediglich Zeitschinderei, da die Majorität die Wahrheit so lange wie möglich verschleiern wollte.

Die LSAP fordert deshalb, dass die Majorität nun endlich die Wahrheit aussprechen und der Bürgermeister seinen Fehler, wie versprochen, einräumen sollte. Zudem muss alles erdenklich Mögliche getan werden, um mit der Straßenbauverwaltung die nicht eingehaltene Absprache der Rückstufung der Straße Esch-Schifflingen zu realisieren, um den unnötigen Transitverkehr von und nach Esch zu unterbinden. Dies würde den Ortskern entlasten und dadurch würde jeder Schifflinger Bürger an Lebensqualität gewinnen.

Download Zone:

Flyer LSAP SCHIFFLANGE – avril 2019