Der Wohnungsmarkt In Schifflingen

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Die aktuelle Situation auf dem Wohnungsmarkt bereitet vielen Menschen Kopfzerbrechen hinsichtlich der explodierenden Preise für Wohnungen und Häuser. Die Nachfrage
nach bezahlbarem Wohnraum steigt demnach tendenziell und ist zurzeit so hoch wie nie zuvor.

In der Vergangenheit hat die Gemeinde Schifflingen stets ihre Verantwortung diesbezüglich übernommen und, sei es in Eigenregie, sei es in Zusammenarbeit mit dem Fonds de Logement, über 160 Wohneinheiten in Schifflingen als Sozialwohnungen zur Verfügung gestellt. Doch es fehlt in Luxemburg insgesamt an über 30000 Sozialwohnungen. Die Nachfrage ist wesentlich größer als das Angebot.

Erst vor kurzem drückte Bürgermeister Weimerskirch sein Bedauern aus, dass die zahlreichen Anfragen aufgrund ungenügender Angebote nicht bewältigt werden können. Daher begrüßt die LSAP jede vom Schöffenrat in Erwägung gezogene Initiative um eine Lösung für dieses nationale, aber auch lokale Problem zu finden. Wir erhoffen uns im neuen Budget daher konkrete Maßnahmen.

Einige Projekte, bei denen die Möglichkeit besteht, erschwinglichen Wohnraum zu schaffen, stehen kurz vor ihrer Fertigstellung: Denken wir hier nur an die Umgestaltung des Hauses „a Kassen“, an das neue gemeindeeigene Gebäude in der rue de Drusenheim. Wir hoffen, dass diese Dossiers die volle Aufmerksamkeit des Schöffenrats erhalten. Da die Gemeinde bei neuen Wohnsiedlungen die Möglichkeit hat, zehn Prozent der Fläche für erschwinglichen Wohnraum zuzuordnen, wäre auch hier wiederum eine Gelegenheit gegeben, erschwinglichen Wohnraum zu schaffen.

Man sollte auch nicht vergessen, dass die Gemeindewohnungen in der rue Belair inzwischen in die Jahre gekommen sind und deshalb renoviert werden müssen. Auch entsprechen diese Wohnungen nicht dem Prinzip des „Design for all“. Aus diesem Grund erwarten wir entsprechende Maßnahmen im neuen Budget.

Hier stellt sich nun die Frage: Warum gründet die Gemeinde nicht eine eigene, oder falls nötig in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden, Agence Immobilière Sociale? Hierbei könnten Eigentümer in Zukunft Mietverträge zu günstigen Mietpreisen mit der Gemeinde abschließen, welche die Wohnungen anschließend zu sozialen Bedingungen weitervermittelt. Dieses Modell wird bereits von der nationalen Agence immobilière sociale angeboten. Es ergibt sich hierbei ganz klar eine winwin-Situation: Der Eigentümer erhält garantiert seine Miete, wobei die Hälfte sogar steuerfrei ist. Die Gemeinde ihrerseits hat vermehrt Möglichkeiten ihren Bürgern zu helfen. Aber auch die Idee des „Wohnen-gegen-Hilfe“- Modells wo Studenten oder junge Familien mit Senioren zusammenbringt, könnte hilfreich sein, dem Bedarf an bezahlbarem Wohnraum entgegenzukommen. Die jungen Menschen wohnen dann mietfrei oder weitaus günstiger als üblich bei den Rentnern. Im Gegenzug helfen die Jugendlichen im Haushalt und im Garten, begleiten die Senioren zu Arztterminen, beim Einkauf u.s.w..

Wir hoffen, dass unsere Ideen nicht auf taube Ohren stoßen.

Ihre LSAP Vertreter im Schifflinger Gemeinderat (v.l.n.r.: Vincent Nothum, Rizo Agovic, Juliette Caputo, Yves Fiorelli, Carlo Feiereisen, Sven Kill)

 

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LSAP_NewsMag-10-2018