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Am 11. Juli 2019 beschloss der Gemeinderat, mit den Stimmen der Majorität und der DP, eine Neuklassifizierung der Baugrundfläche „am Geeschtefeld“ sowie „an der Burwiss“. Dabei sollte aus der bestehenden „Zone habitation 1“ eine „Zone d‘aménagement différé“ werden, dies aus der Überzeugung heraus, besagte Stellen als Baulandreserven anzulegen und somit einer eventuellen Bebauung vorerst einen Riegel vorzuschieben.

Was auf den ersten Blick als großartige und weitsichtige Idee erscheinen könnte, erweist sich bei näherer Betrachtung jedoch eher als Blendwerk, vor allem bei der Fläche „Burwiss“: Allein durch die Tatsache, dass an dieser Stelle verschiedene Besitzer viele kleine Parzellen besitzen, macht das Projekt eines Wohngebiets in absehbarer Zeit quasi unmöglich. Bereits in der Vergangenheit gab es zahlreiche Anfragen bezüglich einer Bebauung von Teilen der „Burwiss“, jedoch konnten diese stets abgelehnt werden, da zu keiner Zeit genügend Parzellen erworben werden konnten um einen Bebauungsplan vorzulegen. Eine Neuklassifizierung ist in den Augen der LSAP deshalb nicht von Nöten gewesen.

Am 13. Januar 2020 dann erhielt der Schöffenrat die Entscheidung des Innenministeriums, den Antrag der Gemeinde einer Neuklassifizierung zu verwerfen mit unter anderem dem Argument, dass die besagte Fläche zur Baureserve der Gemeinde gehöre und sich langfristig zur Bebauung eigne. Die zahlreichen Eigentümer der verschiedenen Parzellen, die Nähe zum Waldgebiet und die mannigfaltigen Biotope würden außerdem eine baldige Bebauung ohnehin ausschließen. Die Gemeinde Schifflingen könne sich ihrer Verantwortung in der nationalen Wohnungsbaupolitik auf keinen Fall auf diese Weise entziehen, sie solle eher einen Bebauungsplan (PAP) vorlegen, um künftig die Zügel in der Hand zu behalten.

Wenn nun aber ein solcher Bebauungsplan vorliegt, werden besagte Grundstücke für mögliche Interessenten noch wertvoller und die Erschließung der Grundstücke wird wahrscheinlicher. Ähnlich gestaltet sich die Situation für die Baufläche „Am Geeschtefeld“.

Genau dies wollte die Gemeinde doch eigentlich mit ihren taktischen Spielen vermeiden, nicht wahr?

Nicht verschweigen darf man hierbei noch die Tatsache, dass die Majorität erst fast 5 Monate später den Gemeinderat über den Beschluss des Innenministeriums
in Kenntnis setzte und die Mitteilung in der nicht öffentlichen Sitzung vom 15. Mai überbrachte. Da stellt sich die Frage: Warum wohl gerade in dieser Sitzung?

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LSAP_NewsMag-06-2020