Pressemitteilung: Solidarität – auch bei der Impfstrategie!

Die Corona-Impfstrategie der Regierung ist richtig und zielführend. Nur so kann der Impfstoff effizient eingesetzt werden. Auch die gemeinsame europäische Anschaffung dieses Impfstoffs durch die EU-Kommission war der einzig richtige Weg.

Seit Ende Dezember 2020 wird in Luxemburg gegen das Corona-Virus geimpft. In einer ersten Phase haben bekanntlich das Personal aus dem Gesundheits- und Pflegesektor sowie die Bewohner von Alters- und Pflegeheimen Vorrang. Für die LSAP ist diese Impfstrategie, welche die Regierung unter Federführung von Gesundheitsministerin Paulette Lenert verfolgt, die bestmögliche Vorgehensweise angesichts der zur Verfügung stehenden Mengen an Impfstoff.

Mit dem Gesundheitspersonal werden so prioritär jene Menschen geschützt, die am stärksten dem Virus ausgesetzt sind – auch um einen „sanitären Gürtel“ um die infizierten Personen in ihrer Obhut zu bilden, was zur Entlastung der Situation in den Krankenhäusern beiträgt. Mittlerweile haben auch andere Länder eben diesen Weg eingeschlagen.

Mit den Bewohnern von Alters- und Pflegeheimen wiederum werden vorrangig jene Teile der Bevölkerung geschützt, bei denen eine Infektion in vielen Fällen einen schweren Krankheitsverlauf haben kann.

LSAP steht zu 100% hinter der europäischen Strategie

Mit weiteren Impfstoff-Lieferungen wird Zug um Zug die Impfkampagne auf andere Bevölkerungsgruppen ausgedehnt. Sobald größere Impfstoff-Lieferungen gesichert sind, wird auch das Tempo der Impfungen beschleunigt. Mittels dieser Strategie ist es möglich, den zur Verfügung stehenden Impfstoff effizient und zielführend einzusetzen. Dass zu diesem Zeitpunkt überhaupt bereits geimpft werden kann, ist der gemeinsamen Anschaffungspolitik durch die EU-Kommission zu verdanken. Die Luxemburger Regierung hat sich richtigerweise, auch im Zuge europäischer Solidarität, zu diesem Schritt entschieden. Die LSAP steht zu 100% hinter dieser europäischen Herangehensweise.

Nur so konnte sichergestellt werden, dass unter den EU-Mitgliedsstaaten kein Konkurrenzkampf um den Impfstoff entbrannte – ein Kampf, in dem Luxemburg allein schlechte Karten gehabt hätte. All jenen Kritikern, die nun diese gemeinsame europäische Strategie anprangern beziehungsweise gerne einen Alleingang Luxemburgs gesehen hätten, sei gesagt, dass die Anschaffung des Impfstoffs durch die EU-Kommission die einzig gangbare Methode war. Ansonsten wäre wahrscheinlich bis dato noch kein einziges Fläschchen in Luxemburg angekommen, geschweige denn hätte mit dem Impfen begonnen werden können.

Kollektive Anstrengung im Kampf gegen Corona

Dass die europäische Strategie – nämlich statt nur mit einem Pharma-Unternehmen Verträge mit mehreren Produzenten abzuschließen – die richtige war, erkennt man übrigens auch daran, dass eben Länder, die zusätzliche Dosen bei einem Hersteller bestellt haben, diese trotzdem erst erhalten, wenn die für alle EU-Länder zugesagten Mengen allesamt ausgeliefert wurden. Die kürzlich verkündeten Engpässe der Firma Pfizer sind ein weiterer Beleg für die Richtigkeit der europäischen Entscheidung.

Anstatt die europäische Initiative infrage zu stellen und die daraus geleitete Strategie zu kritisieren, wünschen wir uns, dass alle Parteien ihre Energie darauf verwenden, möglichst viele Mitmenschen zu überzeugen, an der Impfkampagne teilzunehmen. Denn sie ist die einzige Möglichkeit, die Pandemie in den Griff zu bekommen. Dies bedarf einer kollektiven Anstrengung. Die LSAP ist dazu bereit.

Mitgeteilt am 15. Januar 2021

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