LSAP setzt auf Zusammenarbeit und parteiinternen Dialog – Franz Fayot neuer Parteipräsident

Neiegkeeten, Pressecommuniquéën

Mit 88 Prozent der Delegiertenstimmen wurde der Zentrumsabgeordnete Franz Fayot am 22. Januar 2019 auf dem ordentlichen Landeskongress der LSAP in Bascharage gewählt. Neuer Generalsekretär wird Tom Jungen, Gemengeforum-Präsident und Bürgermeister von Roeser mit knapp 96 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die Parteispitze wird durch die direkt gewählten beiden Vize-Präsidenten Paulette Lenert (Konsumentenschtz- und Kooperationsministerin) mit 94 Prozent und Dan Biancalana (Abgeordneter und Bürgermeister von Düdelingen) mit 89 Prozent ergänzt. Hinzu gesellt sich Generalkassiererin Christine Schweich mit 94 Prozent der abgegebenen Stimmen; sie hatte sich als einziges Mitglied der ehemaligen Parteispitze erneut zur Wahl gestellt.

Nachdem sich das Dreierbündnis DP-LSAP-Déi Gréng auf ein neues Koalitionsabkommen geeinigt hatte und die neue Regierung Mitte Dezember vom Staatschef vereidigt wurde, hat sich nun auch die LSAP auf ihrem ordentlichen Landeskongress für die kommenden Jahre neu aufgestellt.

Das Parteiprofil schärfen und die Erneuerung vorantreiben

 

Die Parteispitze um Franz Fayot hat sich für die Zukunft einiges vorgenommen und setzt dabei verstärkt auf Zusammenarbeit mit der Parteibasis, parteiinternen Dialog, eine grundlegende Erneuerung durch gezielte Förderung des Parteinachwuchses, eine bessere Vernetzung mit der Zivilgesellschaft und einen regen Austausch mit befreundeten Gewerkschaften. „Eine wesentliche Herausforderung der neuen Parteileitung wird sein, das Profil der LSAP zu schärfen und die inhaltlichen Positionen klarer nach außen hin zu kommunizieren“, so Fayot. Für den neuen LSAP-Vorsitzenden bedeutet dies nicht zuletzt, dass alle großen Herausforderungen unter dem Gesichtspunkt der Gerechtigkeit zu sehen sind. „Wir müssen alle an einem Strang ziehen und die Partei wieder zusammenbringen“, so Fayot, der den Modernisierungsprozess innerhalb der Partei konsequent vorantreiben will. „Das Herz der LSAP muss wieder in der Partei schlagen“, unterstreicht der neue Vorsitzende und lädt alle nicht gewählten Kandidaten, die sich für ein Parteiamt beworben hatten, zur aktiven Mitarbeit ein. Allein 42 LSAP-Mitglieder hatten ihre Kandidatur für die Parteileitung gestellt. Für Fayot ein Zeichen, dass die LSAP eine lebendige Partei ist, in der sich Mitglieder engagieren wollen. Er freue sich auf eine gute Zusammenarbeit in den kommenden Jahren, so Franz Fayot im Anschluss an seine Wahl zum LSAP-Vorsitzenden. „Wir werden die neuen Herausforderungen gemeinsam angehen.“

Die neuen Herausforderungen gemeinsam angehen

 

Dabei unterstützt wird er vom neuen Generalsekretär Tom Jungen, der die Parteiarbeit von der Pike auf gelernt hat und selbst auf ein langjähriges Engagement auf Gemeinde-, Sektions-, Bezirks- und Parteiebene zurückblicken kann. „Die LSAP und die europäische Sozialdemokratie stehen vor großen Herausforderungen, die wir nur zusammen mit den Sektionen, mit allen Militanten, den Unterorganisationen sowie den europäischen Schwesterparteien angehen können“, betont Jungen. „Wir brauchen eine neue Legitimität, die unsere politische Tradition, unsere Werte und Ziele mit den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts in Einklang bringt.“

Alle Parteigremien neu besetzt

 

Neben der Parteispitze wurden sämtliche Parteigremien auf dem ordentlichen Parteitag der LSAP neu besetzt. In die neue Parteileitung wurden per Direktwahl fünf Frauen und fünf Männer gewählt: Claudia Dall’Agnol, Sandie Lahure, Danielle Becker-Bauer, Nathalie Schmit und Aurore Rössler sowie Marc Angel, Régis Moes, Carlo Feiereisen, Jean-François Wirtz und Max Leners.

Der neuen 21-köpfigen Parteileitung gehören neben der Parteispitze und den zehn direkt gewählten Mitgliedern auch die Vorsitzenden der vier Bezirksvorstände sowie der beiden Unterorganisationen „Femmes socialistes“ und „Jonk Sozialisten“ an.

In die Kontrollkommission wurden sieben Mitglieder gewählt; sie setzt sich künftig wie folgt zusammen: Marie-Josée Jaerling, Joëlle Pizzaferri, Josée Grethen-Gallelli, Simone Adam, Monique Erpelding, Gabriel Boisante sowie Raymond Remakel.

Dem neu gewählten Beirat gehören laut Parteisatzung fünf Mitglieder und ehemalige Mandatsträger an. Neben Ginette Jones, Jean-Pierre Klein, Jacqueline Reiter und Camille Weiler, die bereits in der vorherigen Mandatsperiode Verantwortung in diesem beratenden Gremium übernommen hatten, gehört nun auch der ehemalige Abgeordnete Roger Negri dazu.

In den kommenden Tagen wird sich die neue Parteileitung treffen, um die Marschrichtung für die anstehende Mandatsperiode festzulegen und die Europawahlen vorzubereiten.