Gleichstellungspolitik macht Sinn

Communiqué de presse, News

Auf dem Weg zur ausgewogenen Vertretung von Frauen und Männern in der Gemeindepolitik

Ab 2018 sollen die Parteien  mindestens 40% Kandidaten von jedem Geschlecht auf ihren Listen für die Nationalwahlen aufzustellen. Für die Europawahlen liegt dieser Prozentsatz bei 50%. Andernfalls werden ihnen die öffentlichen Gelder gekürzt. Dies resultiert aus einem Gesetz vom 15.Dezember 2016 von Gleichstellungsministerin Lydia Mutsch zur Umsetzung des  “Plan d’égalité entre homme et femme 2015-2018”.

Diese legale Regelung gilt  jedoch nicht für die Gemeindewahlen .

Nichtdestotrotz unterstützte das Gleichstellungsministerium MEGA im Vorfeld der Wahlen Konferenzen und Initiativen, die sich für eine ausgewogene Vertretung von Männern und Frauen auf Gemeindeebene einsetzten.

Frauen stellten so bei den Gemeindewahlen 35,78 % der Kandidaten dar. 24,75 % der gewählten Kandidaten sind Frauen.

Zwischen 2011 und 2017 steigt der Prozentsatz von gewählten Frauen in Majorzgemeinden von 19,21 % auf 21,77 %. In den Proporzgemeinden sind es jeweils 23,8% und 27,33 %.

Der Einsatz der Parteien ist weiterhin der wichtigste Hebel, um Gleichstellung zu verwirklichen. Gleichstellung geht nicht von allein. Wie in allen Politikbereichen sind auch hier spezifische Maßnahmen und Ressourcen nötig.

An Hand der Gemeindewahlen von 1999 über 2005, 2011 bis zu 2017 steigt  die LSAP  von 15,9% gewählte Frauen im Jahre 1999 auf 27,74 % bei den diesjährigen Gemeindewahlen. Die LSAP hatte dieses Jahr 39,34% Frauen als Kandidatinnen aufgesetzt.

In 16 Gemeinderäten stellen die Frauen jetzt mehr als 40 % der Mandate. LSAP–Vertreterinnen sind dabei in : Beaufort, Bettemburg, Bous, Grevenmacher, Walferdange, Luxemburg, Sanem, Sandweiler, Dalheim, Koerich, Weiler-la-tour, Dudelange, Hesperange, Kayl, Diekirch, Dippach, Walferdang, Esch/Alzette, Hesperange, Hobscheid, Bascharage, Mondercange, Strassen, Steinsel, Steinfort, Schifflange, Roeser, Rumelange, Rambrouch, Pétange, Mondorf-les-Bains, Niederanven, Mertert, Kehlen, Niederanven.

Das Nationalbüro der Femmes Socialistes begrüsst den Wahlerfolg aller Kandidatinnen und wird im nächsten Jahr zu den National- und Europawahlen die Kandidatinnen weiterhin mit allen Ihm zur Verfügung stehenden Maßnahmen unterstützen.

 

Nationalbüro der Femmes Socialistes

Sylvie Jansa

Präsidentin