Shared Space

DAS SHARED-SPACE-PRINZIP

 

Der „shared space” (Begegnungszone) entstand in den 70er Jahren in den Niederlanden. Das erste Anliegen besteht darin, den Nutzern des öffentlichen Raums mehr Verantwortung zu übertragen. Das Ziel ist auch ein respektvolleres Benehmen aller Teilnehmer.
Straßen, Bürgersteige, Ampeln, Zebrastreifen und andere Markierungen werden durch einen einzigen Bereich ersetzt, wo sich alle begegnen und sich auf der gleichen Ebene fortbewegen. Allerdings sind es die Fußgänger, die hier die höchste Priorität genießen, vor den Radfahrern und schließlich den Autofahrern, deren Fahrgeschwindigkeit sehr reduziert ist (max. 20 km/h).

Über das Sicherheitskonzept hinaus gilt das „Shared Space” in Düdelingen für ein höheres allgemeines Wohlbefinden der Bewohner und Besucher. Hier ist „Shared Space” nicht nur Synonym für sanfte Mobilität, sondern auch für einen modernen und attraktiven Stadtkern.

 

Der Düdelinger Schöffenrat hat beschlossen, dieses Projekt umzusetzen und die Avenue Grande-Duchesse Charlotte in einen urbanen Treffpunkt zu verwandeln. Das Projekt ist in drei Phasen unterteilt, die erste fand im März 2016 statt.

SHARED SPACE: EIN NEUER LOOK FÜR DÜDELINGEN

 

Der Stadtkern von Du?delingen ist dabei, sich grundlegend zu verändern. Die zweite Phase der Arbeiten, rund um die neue Shared-Space-Zone in der Avenue Grande-Duchesse Charlotte, konnte Ende Juni abgeschlossen werden. Bedingt durch die Covid -19-Krise waren die Bauarbeiten jedoch etwas in Verzug geraten.

EIN „FAST“ PERFEKTER ABLAUF

 

Bis zum Stillstand der Baustellen im März waren die Arbeiten insgesamt nach Plan verlaufen, außer einiger unvorhergesehener Umstände, die
aber schnell behoben werden konnten. „Wir hatten aus den Fehlern, die uns während der ersten Phase unterlaufen waren, gelernt und konnten so während der zweiten Phase vermieden werden “, betont Tom Schroeder von der zuständigen Dienststelle für Straßen- und Bauarbeiten der Stadt Düdelingen. Das Projekt war im Timing, bis die Corona-Pandemie zuschlug.

Mit etwas Verspätung konnte der fu?r die Shared Space-Zone typisch heller Straßenbelag schliesslich Ende Juni aufgetragen werden, sodass die Avenue G.-D. Charlotte jetzt auf ihrer gesamten Länge harmonisch aufeinander abgestimmt ist. Die Straßenbauarbeiten in der Rue
Dominique Lang werden voraussichtlich erst im Oktober abgeschlossen werden können. Hier entsteht eine 30er-Zone, um den Übergang in die
Avenue Grande-Duchesse Charlotte, wo 20 km/h vorgeschrieben sind, fließender zu gestalten. Auch dieser Teil wird farblich auf den Rest des Shared-Space abgestimmt.

NEUGESTALTUNG DES FRANTZ-KINNEN-PLATZES

 

Nach dieser schwierigen Phase, die hinter uns liegt, ist es fu?r Tom Schroeder und seine Mitarbeiter jetzt wichtig nach vorne zu schauen. Ab Fru?hjahr 2021 liegt das Augenmerk auf dem Platz Frantz Kinnen. Das ganze Areal vor der Kirche wird komplett neugestaltet und mit der bestehenden Shared Space-Zone verbunden. Der neue Platz soll in Zukunft vor allem den Fußgängern gehören. Eines der Hauptziele ist, dass der Transitverkehr größtenteils aus dem Stadtkern verbannt wird. Um den Verkehrsfluss im Stadtinnern so weit wie möglich zu verringern, werden in naher Zukunft auch die Rue du Commerce und die Kreuzung mit der Route de Zoufftgen umgestaltet. In einer weiteren Etappe werden der Rathausplatz und der Jean-Fohrmann-Platz rundum neugestaltet.

Text & Fotos: Ville de Dudelange