• 11|02|2012 [Congrès]

    Sozialdialog muss erhalten bleiben

    20120211 - Bezirk Norden, EschdorfNeben vielen Militanten hatten sich insgesamt 67 Delegierte  am 10. Februar zum LSAP-Kongress des Nordbezirks in Eschdorf eingefunden. Nachdem Bürgermeister und Kongresspräsident Gilles Kintzelé die Delegierten und Gäste begrüßt und die touristischen Vorzüge der neuen Fusionsgemeinde Esch/Sauer hervogehoben hatte, ging Bezirkspäsident Claude Haagen näher auf die neue, vom Parlament mit großer Mehrheit beschlossene Indexregelung für den Zeitraum 2012 bis 2014 ein. Haagen verwies mitunter darauf, dass neben der 2,5-prozentigen Erhöhung der Löhne, Gehälter und Renten pro Jahr zur Kompensation des Kaufkraftverlusts auch soziale Begleitmaßnahmen für niedrigere Einkommen beschlossen worden seien. Darüber hinaus hätte dank LSAP auch die geplante Deckelung der Spritpreise im Indexwarenkorb verhindert werden können, betont der LSAP-Nordabgeordnete Claude Haagen.

     

    Der Rambroucher Oppositionsleader Marcel Maack blickte seinerseits auf die Kommunalwahlen vom 9. Oktober 2011 zurück und wies darauf hin, dass der Wählerwille in Rambrouch nicht berücksichtigt worden sei. Darüber hinaus rief Maack zum Schulterschluss mit den Gewerkschaften auf, im Interesse des Landes und seiner Bürger.

     

    Minister Romain Schneider hob neben dem exzellenten Abschneiden aller Kandidaten bei den Gemeinderatswahlen auch die ausgesprochene Dynamik hervor, die sich in der Umsetzung der LSAP- Wahlprogrammpunkte von 2009 im Norden widerspiegele. Als Beispiele nannte Schneider u.a. den Bau des Clerfer Lyzeums, die Sanierung und Belebung der Wiltzer Industriebrachen, eine zusätzliche Apotheke für den Norden in Wintger, die Einrichtung eines Erlebnis- und Wellnessbades im Park Hosingen sowie das Gesamtkonzept für die Neugestaltung des Wiltzer Schlosses.

     

    Auch LSAP-Präsident Alex Bodry lobte die hervorragende Arbeit der Sozialisten im Norden und ging anschließend auf die gefährliche Entwicklung in Europa ein. Obwohl die Schuldenspirale europaweit abgebremst werden müsse, bedeute dies nicht, dass in Zukunft keine Investitionen mehr getätigt werden sollten. Die kommenden Generationen dürften aber nicht die großen Verlierer einer unvernünftigen Europapolitik werden, so Bodry, der auf die Schmerzgrenze seiner Partei verweist und nicht an den Fundamenten einer verantwortungsvollen LSAP-Politik rütteln lassen will. Der Sozialdialog sei auch in Zukunft ein ganz wichtiger Bestandteil der LSAP-Politik auf nationaler Ebene, so Bodry weiter.