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20|01|2012 [Chambre des Députés - Discours - Discours - LSAP News]
Index-Beschluss: Wachstumspolitik in Krisenzeiten
Die LSAP setzt sich ausdrücklich für das Beibehalten der automatischen Anpassung der Löhne und Renten an die Preisentwicklung ein. In diesem Sinne widersetzt sich die LSAP mit Nachdruck allen von einzelnen Patronatsverbänden geforderten tiefgreifenden Strukturreformen des Indexsystems.
Die LSAP steht zum jüngsten Index-Beschluss der Regierung, der den Arbeitnehmern und Rentnern bis 2014 eine Indextranche pro Jahr garantiert und kommende Woche vom Parlament grünes Licht bekommen soll. Nach dem Rückzug der Gewerkschaften und dem Scheitern der Tripartite hatten sich die Mehrheitsparteien im Zuge bilateraler Verhandlungen darauf geeinigt, dass die Lohnanpassungen an die Preisentwicklung am 1. Oktober des jeweiligen Jahres erfolgen soll.
LSAP-Parteipräsident Alex Bodry hält die mit dem Koalitionspartner vereinbarte zeitlich befristete Indexregelung angesichts der schwierigen Wirtschaftslage für notwendig und vernünftig.Ausgangspunkt seien die schlechte Wirtschaftsentwicklung zwischen2009 und 2011, die düstere Prognose für das laufende Jahr, die von einer Wachstumsrate von unter einem Prozent ausgehe, eine Arbeitslosigkeit auf Rekordhöhe und der Bereitschaft der Betriebe, Arbeitsplätze zu erhalten, neue Stellen zu schaffen und mehr für die Ausbildung zu tun.
Die neue Index-Regelung garantiere, dass sämtliche Löhne, Gehälter und Renten innerhalb von drei Jahren um 7,5 Prozent in Luxemburg anstiegen. Das gebe es in keinem anderen europäischen Land, betont LSAP-Parteipräsident Alex Bodry und fügt hinzu, dass die Mindestlöhne darüber hinaus ab 1. Januar 2013 angepasst und Haushalte mit niedrigen Einkommen und Kindern zusätzliche Hilfen in Anspruch nehmen könnten. 2012 bleibe die Kaufkraft auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr, so Bodry, der zudem begrüßt, dass am Warenkorb ohne vorherige Einigung der Sozialpartner nicht gerüttelt wird. „Das ist keine Austeritätspolitik, das ist eine Politik, die in schwierigen Zeiten auf Wachstum setzt und den Konsum fördert", hält Bodry unmissverständlich fest.













