22.07.2010 - Die Antwort der Jusos

 

Die Jusos bekamen Post – Stellungnahme zur Antwort vom großherzoglichen Hof und zur Arroganz des Staatsministers, die kaum noch zu überbieten ist

 

 

Als Gast in der Sendung „Riicht eraus“ vom vergangenen Samstag, verkündete unser Premierminister, dass nun auch bei den Ausgaben des großherzoglichen Hofes der Rotstift angesetzt wird, und „dat an engem zolitte Mooss“. Die Ersparnisse von 10% bei den Funktionskosten und laufenden Ausgaben, können die Jusos bestätigen. Nach langer Wartezeit und einem weiteren Einschreibebrief, erhielten die JSL endlich eine Antwort vom Hofmarschall. Zur Erinnerung, in einem offiziellen Brief fragten die JSL nach, ob auch der großherzogliche Hof bereit wäre, im selben Maße wie die Staatsverwaltungen zu sparen und dies als ein Akt der Gerechtigkeit und Solidarität mit den Bürgern.

 

Die Jusos sind erfreut zu lesen, dass der Großherzog mit großer Aufmerksamkeit ihr Schreiben entgegen genommen hat, und verkündete, dass auch beim großherzoglichen Hof einige Kosten eingeschränkt werden.

 

Es überrascht die Jungsozialisten jedoch, dass der Staatsminister auf die Frage, warum er nicht früher reagiert hätte, mit den Worten „mä wa kee mech freet“ antwortete. Die JSL fragen sich, ob die Sparmaßnahmen seit längerem vorgesehen waren und warum der Staatsminister erst jetzt, nachdem sie erneut Druck ausübten, öffentlich Stellung dazu bezog?

 

Weiter führte der Premierminister an, „datt et selbsteverständlech ass, datt och de Grand-Duc muss spueren, wa jiddwereen am Land muss spueren. Dat ass eng Evidenz“.

Wenn es laut dem Staatsminister selbstverständlich ist, dass „jiddwereen am Land muss spueren“, fragen sich die Jungsozialisten, ob Herr Juncker es auch selbstverständlich findet bei den staatlichen Ausgaben für die Glaubensgemeinschaften (geschätzte 81. Millionen € jährlich bei 5% Kirchengängern!) zu sparen? Wenn bis heute niemand den Staatsminister auf diese finanz- und gesellschaftspolitisch Frage aufmerksam gemacht haben sollte, hoffen die Jusos auf eine Antwort von Herrn Juncker - der ja wie er selbst sagte, „wann een mech freet“.

 

Die zukünftigen Generationen werden sich bedanken! Denn die Zeche für die Finanzkrise müssen immer wieder die Gleichen zahlen und besonders diejenigen, die sich nicht wehren können, wie die sozial Schwächeren und junge Menschen, weil sie keine starke Lobby haben. Und das ist auch eine „Evidenz“!

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