12.07.2010 - Eine kräftige „Datz“ für den Hochschulminister!
Eine kräftige „Datz“ für den Hochschulminister!
Die Jungsozialisten sind entsetzt über die Art und Weise, wie die Reform der staatlichen Hilfen für Studierende, vom Hochschulminister durchgezogen wird. Würden Studenten mit so einer Unbekümmertheit und Konfusion auf ihre Prüfungsfragen antworten, wie Minister Biltgen, würden sie ihre Klausuren sicherlich nicht bestehen! Wenn es nach den Jusos ginge, müsste der Hochschulminister im September nachsitzen, um dem Parlament eine besser durchdachte und ausgereifte Reform vorzulegen!
Die Vorbereitungen zur Gesetzesvorlage 6148 beschreiben die Jungsozialisten mit einem
Die Jusos kritisieren weiter, dass der Hochschulminister die Stellungnahmen der Studentenvertreter, die ihn früh auf Mängel hingewiesen haben, weitgehend ignoriert hat. Wie auch immer der Hochschulminister es versucht darzustellen, der Aspekt der sozialen Gerechtigkeit ist im neuen Gesetz nicht gegeben! Eine Politik der „sozialen Selektivität“ sieht anders aus! Es bleibt ein schlechter Beigeschmack, dass diese Reform vor allem für die CSV-Wähler, Studenten aus der Mittel- und Oberschicht, gedacht war! Die Jungsozialisten finden es beschämend, dass die Einsparungen der Regierung überwiegend die Grenzgänger ins Visier nehmen. Diese sollen zukünftig weiterhin Steuerabgaben und Sozialbeiträge zahlen, gleichzeitig aber weniger Leistungen erhalten, so wie bei der Einführung der "chèques services". Eine solche unsolidarische Haltung mit denjenigen, die zum Wohlstand Luxemburgs beitragen, ist für uns absolut nicht vertretbar!
Die Jungsozialisten stehen dem neuen System, welches mehr Autonomie und Freiheit verspricht, in seinem Grundgedanken positiv gegenüber. Die JSL begrüßen die Einführung eines Grundeinkommens für Studierende, das unserer alten Forderung der „Allocation Autonomie“ für junge Menschen nachkommt. Die Jusos freuen sich, dass der CSV-Minister, wenn vielleicht auch unwissend, eine langjährige Forderung der Jusos in ihren großen Zügen umsetzen will.
Nach dem „5611-Desaster“ hätte man denken können, dass der Hochschulminister dazu gelernt hat, jedoch gibt er erneut ein schlechtes Bild ab, was die Ernsthaftigkeit seiner Arbeit betrifft. Dies ist sehr bedauerlich, da die Reform einen realen Paradigmenwechsel in Sachen Studienbeihilfen bringen wird. Deshalb verdonnern die Jusos den Hochschulminister zum Nachsitzen!